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Outdoor 12 April 2016 Back to the list
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Ein "ganz normaler“ Trainingstag mit Michi Wohlleben

Jaja, wir kennen das alle… da steckt man sich so ein tolles Ziel für den Sommer und freut sich wie ein Schnitzel wie geil das wird wenn es erstmal so weit ist… Tjahaa!

Ein

Doch was steht vor dem erfolgreichen (und sicheren) Erreichen eines Ziels? Genau! Training, hartes Training, noch härteres Training! Was also tut der ehrgeizige Pro-Alpinist während der laufenden Spät-Winter bzw. Frühjahrs-Saison? Exakt! Er sucht sich schon im Training motivierende Herausforderungen, die perfekt in den Trainingsplan passen und nimmt sich vor mal eben an einem Tag auf Ski die ganze Silvretta zu durchqueren.

Besagter Alpinist ist Julbo Athlet Michi Wohlleben, der sich bereits mitten in der Vorbereitung auf seine diesjährige Himalaya Expedition befindet. Sein Plan war es nach Start in Partenen über Piz Buin, gefolgt von Silvrettahorn, Dreiländerspitze, dann die Hintere Jamspitze und abschließend die Chalausköpfe quasi die komplette Silvretta zu durchqueren um zum Schluss wieder in Partenen anzukommen. Alles natürlich nur und ausschließlich mit den eigenen PS.

Lest selbst, was er von diesem Tag zu erzählen hat:

„Nach einer kurzen Nacht mit Schlaf von 22.00 bis 00:00 Uhr ging es los. Die Temperaturen waren doch deutlich kälter als erwartet und zu der Uhrzeit wollte mein Magen irgendwie nichts aufnehmen. Es gibt eben diese Tage. Viel schneller als gedacht hatte ich den Piz Buin in der Tasche, was zur Folge hatte, dass das geplante Schneeschmelzen am Skidepot unterhalb des Silvrettahorns auf Grund der Kälte noch nicht möglich war. Also ohne Wasser weiter… blöder Fehler, den ich zwischen Silvrettahorn und Schneeglocke bezahlte! Dehydriert und mit Konzentrationsschwierigkeiten muss ich die geplante Schneeglocke aufgeben (eigentlich sollten es 6 Gipfel werden). Vernünftig wie ich bin also zurück übers Silvrettahorn zum Skidepot, wo es mittlerweile warm genug war. Der erste Liter geschmolzenen Wasser verdampft förmlich in mich hinein (1,5 Liter Getränk auf 7 Stunden sind wohl doch „ein bisschen zu wenig“) und ich schmelze weitere 1,5 Liter. Frisch gestärkt also auf die Abfahrt Richtung Dreiländerspitze, wo ich nach acht Stunden on Tour endlich mal die ersten Menschen treffe. Ab jetzt läufts! Die Sonne gibt mir Kraft, die Rehydrierung hat gut getan und mein Magen hat sich auch erholt.

Zack hab ich die Dreiländerspitze abgehakt. Ich fahre ab unter die Jamspitze. Direkt rauf auf den Gipfel wo ich sogar alte Bekannte treffe.. immer schön! Leider lehne ich das mir angebotene Käsebrot mit den Worten „nein danke mir ist schon schlecht“ ab… zweiter Fehler des Tages aber mein Ausnahmezustand sollte es entschuldigen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits 4000 Höhenmeter in den Beinen. Also weiter im Text… Abfahrt unter die Chalausköpfe – wieder alte Bekannte getroffen… immer schön! – kurzes Selfie schießen – und ab auf den letzten Gipfel des Tages. Yeah! Jetzt runter und das Jammtal raus. Aber nicht, ohne sich zwischendurch nochmal richtig auf die Mütze zu legen weil ich eine Schneeverfrachtung komplett übersehen hab. Natürlich bin ich dann in Galtür passend zur Mittagszeit angekommen und konnte nirgends was zu trinken bekommen. Naja… 350 Milliliter hatte ich ja noch. Also Turnschuhe an und im Laufschritt auf nach Wirl. Die flachen Passagen waren gut zu machen aber alle Anstiege ganz schön weh getan. So richtig gezogen haben sich dann die verbliebenen 300 Höhenmeter und sage und schreibe 6 Kilometer rauf zum Koppstausee. Aber ich sage euch! Die richtige Musik kann Wunder bewirken. Nach 15 Stunden, 65 Kilometern und 5600 Höhenmetern die abschließende Abfahrt zurück nach Partenen und wirklich, wirklich platt und glücklich es geschafft zu haben! Erste Amtshandlung nach der Tour: Pasta verspeisen. Zweite Amtshandlung: Pizza verhaften!

Die Moral von der Geschichte: Mit guten Freunden macht fast alles mehr Spaß – die Runde war eine geile Trainingseinheit – der Fettstoffwechsel ist dein Freund und Helfer!

 
 

Liebe Grüße, euer Michi.“


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