Previous month Dezember 2016 Next month
Outdoor 14 Mai 2013 Back to the list
Share on pinterest

Ines Papert, Lisi Steurer und Patrik Aufdenblatten eröffnen neue Route in der Tadrarate Südwestwand in Taghia, Marokko

Inspiriert von den spektakulären Bildern, die Kurt Albert und Toni Arbones von ihrer Erstbeghung der Route

Ines Papert, Lisi Steurer und Patrik Aufdenblatten eröffnen neue Route in der Tadrarate Südwestwand in Taghia, Marokko

Marokko

Ines Papert: „Als ich die tollen Bilder von Kurt und Toni sah, entstand die Idee, im rechten Teil der Tadrarate Südwestwand eine neue Route zu eröffnen.“

Die Anreise erfolgte ab Marrakech in einer 6-stündigen Autofahrt über Azilal nach Zaouia. 

Ines Papert: „Das Dorf ist in aller Bescheidenheit auf Kletterer vorbereitet. Wir waren in einfachen Lehmhütten, so genannten Gîtes untergebracht. Landschaftlich ist Taghia und die dazugehörige Schlucht ein atemberaubender Platz. Ein Paradies für Kletterer, Trekker und Bergsteiger.

Kurios: Am ersten Tag in der Schlucht trafen Ines und ihre Begleiter auf den Spanier Toni Arbones, den sie zuvor über zahlreiche Emails vergebens versucht hatten zu erreichen. Als sie ihm von ihrem Vorhaben erzählen, meint dieser trocken: This will take you a long time!

Während 10-tägiger harter Arbeit in der durchgehend überhängenden, strukturarmen Wand konnten die Kletterer Ihren Stil bewahren, indem sie in meist freier Kletterei „ground up“ die Route einbohrten. Die 3-er Konstellation machte ein tägliches Arbeiten in der Wand möglich. Da immer einer aus dem Team am Tragen war, während die anderen beiden die Arbeit in der Wand fortsetzten, war für regelmäßigen Nachschub von Essenvorräten und Klettermaterial gesorgt. Eine Höhle nahe der Wand wurde zu ihrem vorübergehenden Zuhause. Am 10. Tag setzten Ines und Lisi zum Gipfelsturm an. Sie erreichten nach den letzten 3 Seillängen das Gipfelplateau.

Für eine Rotpunktbegehung an einem Tag reichten weder Zeit noch Hornhaut aus. Was aber trotz eines kurzen, unerwarteten Wintereinbruchs gelang: Es konnte jede Seillänge nach teils weiten Stürzen und einigen Versuchen von jeweils einem Teammitglied frei geklettert werden. Die harten Seillängen gehen auf das Konto des starken Schweizers. Lisi und Ines unterstützten ihn dabei und stellten ihre eigenen Ambitionen in den Hintergrund.  Dies spricht für ein gut harmonierendes Team.

Ines Papert climbing

Ines Papert: „Ich kann mir vorstellen, bald wieder nach Taghia zu reisen, um zu versuchen die Route komplett rotpunkt zu klettern. Sie ist mir eine Herzensangelegenheit, denn mit der Verwirklichung dieser Route konnte ein lang gehegter Traum in Erfüllung gehen. Allerdings ist sie durchgängig anspruchsvoll und fordert einen zu jeder Zeit heraus. Ein Grund: Patrik hat Bohrhakenabstände hinterlassen, die eine enorme Reichweite und eine starke Psyche fordern. Der Charakter der Kletterei ist abwechslungsreich, der Fels teils stark überhängend aber auch plattig und sehr rau. Lange runouts in allen Seillängen machen eine Begehung zu einem alpinen Abenteuer“.

Azazar

Als Routenname wurde Azazar gewählt. Azazar ist der Name einer wunderschönen Pflanze, die im Atlasgebirge wächst. Probiert man jedoch Ihre saftig grünen Blätter, hinterlassen sie einen bitteren Nachgeschmack. 


Einen Kommentar hinterlassen




Posten

The requested page concerns “Europe” market.

GO TO the
US version
Continue on
Europe version