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Outdoor 04 März 2016 Back to the list
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Riders on the Storm 5. Begehung einer geschichtsträchtigen Route in Patagonien, Chile

Am 6. Februar 2016 erreichen Ines Papert (41) und Mayan Smith-Gobat (36) gemeinsam mit dem Fotografen Thomas Senf (34) den höchsten Punkt des Torre Central (2.800 m) über die schwierige Ostwand. Damit sichern sich Papert und Smith-Gobat die fünfte bis dato bekannte Begehung von „Riders on the Storm“ nach der geschichtsträchtigen Erstbegehung vor exakt 25 Jahren.

Riders on the Storm 5. Begehung einer geschichtsträchtigen Route in Patagonien, Chile

bezeichnen. Mit jeder Seillänge mehr hatten sich unseren Augen beim Aufstieg weitere Gipfel der Umgebung aufgetan. Aber was sich uns ganz oben präsentierte, ist kaum in Worte zu fassen. Unzählige Gletscherseen in allen Blau- und Grüntönen, schneebedeckte Gipfel soweit das Auge reicht, steile Felswände in allen Richtungen, der Blick dahinter in eine endlos weite Ebene und in entgegengesetzter Richtung das Inlandeis. Wir fallen uns in die Arme und sind sprachlos. Kein Wind ist spürbar. Keine Wolke trübt den Himmel. Für einen Moment sind wir die glücklichsten Menschen auf dieser Erde.“

Die Freude über den Gipfelerfolg wird allerdings bereits in der darauffolgenden Nacht stark gedämpft. Ein kühlschrankgroßer Felsblock löst sich in der Wand und fällt während der Nachtstunden lautstark an den schlafenden Kletterinnen vorbei ins Tal. Ein Stein, der das Portaledge trifft, das Fly (Zelt) in zwei Hälften zerreißt, bleibt knapp neben den erschrockenen Alpinistinnen liegen.

Ab dem Gipfeltag wurde das Wetter schließlich auch richtig „patagonisch", was zur Folge hatte, dass nur noch minimale Zeitfenster genutzt werden konnten. Und so blieb dem Team keine andere Wahl, als zu akzeptieren, dass die zwei schwierigsten, aber kletterbaren Seillängen ihrer Variante diesmal nicht frei geklettert werden können.

 

Die Ernsthaftigkeit dieser Wand stellte das Team ständig vor eine gewaltige Nervenprobe. Ines Helm wurde durch Eisschlag zerstört. Als sie am letzten Tag unwissend an nur einer verbleibenden Litze des durch Steinschlag zerstörten Statikseiles aufsteigt, steht für sie fest: „Ich hatte reichlich Glück in dieser Wand. So reizvoll es erscheint, wiederzukommen um das Projekt zu finalisieren, aber ich habe mich dagegen entschieden. Mayan allerdings möchte sich dieser Aufgabe ein erneut stellen, wofür ich ihr alles Glück der Welt wünsche.“


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