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Road to Oslo biathlon championships 2015

Julbo Athlet und Weltklasse Biathlet Benjamin Weger aus der Schweiz über die letzten Weltcups und die bevorstehende WM in Oslo

Road to Oslo biathlon championships 2015

Benjamin Weger sitzt im Auto und ist auf dem Weg nach Hause. Klar habe er einen Moment Zeit sich zu unterhalten. „Das hält wach“ sagt er mit einem Lachen. Er ist erst vor kurzem von den beiden Weltcup-Stops in Kanada und den USA zurückgekommen und die Reisestrapazen sowie der Jetlag stecken ihm noch etwas in den Knochen. „Natürlich hängt einem das zwei, drei Tage nach, aber das geht ja allen genauso und man muss einfach damit leben.“

Seit dem Beginn der laufenden Weltcup-Saison wird der Schweizer Top-Biathlet von Julbo ausgestattet. Kurz vor der Weltmeisterschaft in Norwegen wollten wir gerne von ihm wissen wie es in Nordamerika lief und wie der Weg bis zum Start in Oslo noch ausschaut.

Benjamin, welche Eindrücke hast du denn aus dem bisher wenig Biathlon-affinen Nordamerika mitgebracht?

Benjamin: Die Wettkämpfe sowohl in Canmore (CAN) als auch in Presque Isle (USA) waren top organisiert. Vor allem in Canmore hast du eine tolle Landschaft und wunderbare Berge rund um die Strecken. Da fühle ich mich als Schweizer direkt richtig wohl. Hinzu kommt, dass die Leute überall total offen waren bzw. sind und wir super empfangen wurden. Außerdem verbinde ich mit Canmore bereits ein schönes Erlebnis, da ich dort 2009 den zweiten Platz im Sprint bei der Junioren-WM feiern konnte und im kommenden Sommer werde ich – wie schon in der Vergangenheit – wieder einmal einige Zeit zum Trainieren dort verbringen.

Apropos Weltcup in Kanada und den USA! In Canmore konntet ihr in der Mixed Staffel mit Platz Sieben überzeugen und in Presque Isle hast du mit Rang Sechs im Sprint gerade dein bestes Saisonergebnis erreicht. Herzlichen Glückwunsch! Was bedeuten diese Resultate für dich, gerade wo die WM vor der Türe steht?

Benjamin: Nach einer klasse letzten Saison und einem Sommer mit einer sehr gut verlaufenen Vorbereitung, hatte ich Anfang der laufenden Saison plötzlich riesige Probleme mit dem Liegendschießen und habe mir damit andauernd die Rennen ruiniert. Als es dann ab Antholz endlich besser wurde, hat mir das Laufen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Von daher war der sechste Platz nun extrem wichtig um den Trainern, den Fans aber vor allem natürlich mir selbst zu beweisen, dass es noch geht! Weil… leichte Zweifel beschleichen einen ja dann doch irgendwann. Mit diesem Ergebnis habe ich jetzt wieder das Selbstvertrauen zu wissen, dass bei der WM die Top-Ten drin sind und wenn bei einem Rennen mal alles zusammen läuft, ich vielleicht auch in Richtung Podium schauen kann.

 

Es sind noch ziemlich genau zwei Wochen Zeit bis zum Start der WM und bis dahin steht kein Weltcup Rennen mehr auf dem Programm. Ist in dieser Zeit nochmal hartes Training oder doch eher die richtig dosierte Regeneration wichtig?

Benjamin: Jetzt ist es erstmal wichtig zu Hause anzukommen. Dort bleibe ich auch erstmal eine Woche um nach der Reiserei und dem Jetlag wieder in einen ordentlichen Rhythmus zu kommen. Natürlich geht es trotzdem täglich auf die Ski um locker in Bewegung zu bleiben. Die Regeneration steht diese Woche aber im Vordergrund. Die zweite Woche verbringe ich dann mit dem ganzen Team beim Training in Lenzerheide. Neben viel aber richtig dosiertem, individuellen Training werden wir dort auch nochmal zwei Trainingswettkämpfe abhalten um für die WM wieder in den richtigen Betriebsmodus schalten zu können. Neben all dem ist es jetzt aber natürlich extrem wichtig gesund zu bleiben!

Der Austragungsort der diesjährigen WM liegt mit Oslo in Norwegen, einem, wenn nicht dem Mutterland des Nordischen Skisports. Was erwartest du dir von der Location im Bezug auf die allgemeine Stimmung und Atmosphäre der Wettkämpfe?

Benjamin: Oslo ist auch bei den Weltcups jedes Jahr wieder sehr besonders und traditionell. Es ist immer wieder schön als ein Teil dieser großen Sportfamilie dabei sein zu können und diese besondere Atmosphäre miterleben zu dürfen. Gerade in Oslo, wo die Fans und Zuschauer die kompletten Tage in der Natur rund um die Strecken verbringen und zum Beispiel direkt an der Loipe kleine Grillfeste veranstalten! Ich möchte das auch bei der Weltmeisterschaft so gut wie möglich genießen aber mich natürlich auch auf mich selbst konzentrieren um im Wettkampf meine beste Leistung abrufen zu können.

 

Und was ist dein ganz persönlicher Plan für die WM? Hast du dir bestimmte Ziele gesteckt?

Benjamin: Ich habe im Laufe der Saison gemerkt, dass ich mir selbst großen Druck mache wenn ich mir bestimmte Ergebnisse konkret vornehme. Dabei verkrampft man und ist gewissermaßen blockiert. Ich möchte bei der WM einfach in jedem Rennen meine beste Leistung abrufen und dann werde ich sehen zu was es am Ende jeweils reicht. Wenn ich nach dem Rennen meine Ski abschnalle und weiß, dass ich das Optimum aus mir herausgeholt habe, dann kann ich auch zufrieden sein.

Vielen Dank Benjamin! Wir wünschen dir viel Erfolg in Oslo!


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