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Segeln 17 Juni 2015 Back to the list
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Zwei Brüder segeln sich an die Spitze

Interview mit den deutschen Profiseglern und Julbo Athleten Julian und Philipp Autenrieth

Zwei Brüder segeln sich an die Spitze

Philipp und Julian Autenrieth sind nicht nur Brüder. Die zwei sind außerdem ein hervorragendes Segler Duo. Sie beide machten ihre ersten Erfahrungen mit zehn und elf Jahren auf dem Boot ihres Großvaters und entwickelten schnell eine Leidenschaft für den Sport auf dem kühlen Nass. Philipp, der ältere, steuerte bereits kurze Zeit später seinen ersten eigenen Optimisten und wurde bereits 2006 im 420er zum ersten Mal Bayerischer Meister. Im selben Jahr gewann Julian die WM im Optimisten in Uruguay und 2008 stieg auch er in den 420er um, mit Philipp als Vorschoter. Seit 2009 segeln die beiden zusammen im 470er und feierten gemeinsam schon einige große Erfolge, seit 2014 sind sie auf der Weltrangliste auf Platz 16. zu finden.

Erst letzte Woche nahmen sie am DeltaLloyd/Eurocup in Medemblik (Niederlande) teil, für ein kurzes Interview mit uns blieb aber trotzdem kurz Zeit: 

 

Ihr wart gerade auf dem Europacup in Holland, wie lief es da?

Julian: Beim Europacup in Holland erreichten wir Platz 9. Es geht aber direkt weiter mit dem Sailing Worldcup in Weymouth in England. Das ist die letzte große Vorbereitungsregatta vor der Europameisterschaft Anfang Juli in Aarhus in Dänemark. Die EM ist gleichzeitig die erste von drei Olympia Qualifikationsregatten, die für uns extrem wichtig sind.


Wann hat denn die Vorbereitung für den Sommer begonnen?

Philipp: Wir müssen uns natürlich Jahr um fit halten, ich laufe z.B. auch gern oder fahre Fahrrad und im Winter wird Ski gefahren. Aber wir sind jetzt schon mitten in der Saison die für uns bereits im März auf Mallorca begonnen hat.


Wie sieht so ein Tag während der Vorbereitungen und Trainings bei Euch aus?

Julian: Der Tag beginnt meist um 8.00 Uhr mit Frühstück, bei mir mit Ei, bei Philipp mit Müsli und vor allem Kaffee! Anschließend geht es in den Segel Verein um das Boot für das Training oder die Regatta vorzubereiten. Nach der Besprechung mit dem Trainer über Trainingsinhalte oder Ziele für den Regattatag geht es meist um ca. 11.00 Uhr aufs Wasser. Eine Trainingseinheit dauert meist 3-4h je nach Wetterbedingungen und Intensität des Trainings. Während der Regatta kann es schon mal vorkommen, dass wir bis zu 7 Stunden am Stück auf dem Wasser sind.

Philipp: Sobald wir wieder an Land sind wird das Material/Boot gründlich gecheckt. Dann folgt meist 1h Sport, Laufen, Radeln oder einfach nur Stretching. Nach dem Abendessen, was bei uns wie alle Mahlzeiten meist sehr dürftig ausfällt, da wir auf unser Körpergewicht achten müssen, ist dann entspannen angesagt. Da wir beide BWL an einer Fernuni studieren versuchen wir in diesen Tagesplan noch unsere Uni-Aktivitäten zu integrieren, was manchmal nicht so einfach ist!



Welche Events habt ihr Euch für dieses Jahr noch vorgenommen?

Philipp: Nach der EM im Juli findet vor Warnemünde die Deutsche Meisterschaft statt. Ziel ist es dieses Jahr zu gewinnen!


Und was passiert außerdem diesen Sommer?

Julian: Über den Sommer werden wir uns auf den Saisonhöhepunkt, die Weltmeisterschaft in Haifa / Israel im Oktober vorbereiten. Dies ist die zweite und wichtigste Qualifikationsregatta für die Olympischen Spiele 2016 in Rio.


Apropos Olympia, was fehlt dann noch zur endgültigen Qualifikation?

Philipp: Das dritte und letzte Event ist die EM im März 2016 vor Mallorca. Danach wissen wir dann ob wir die Olympia-Quali geschafft haben!

Julian: Grundsätzlich gibt es zwei große Hürden für die Qualifikation zu den Olympischen Spielen. Zuerst die Nationenquali:  Der Internationale Verband lässt für die Olympischen Spiele nur 16 Europäische Nationen zu, hier ist es egal welches Deutsche Team dieses Quali ersegelt. Zweitens dann die Nationale Qualifikation. Für uns ist das die schwierigere Qualifikation, denn es darf nur EIN Team pro Nation zu den Olympischen Spielen fahren. 

Philipp: Die entscheidenden Regatten sind für uns eben die Europameisterschaft 2015 in Dänemark im Juli, die Weltmeisterschaft 2015 in Israel im Oktober und die Europameisterschaft 2016 in Spanien die im März 2016 stattfindet.


Also dann sehen wir Euch bei den olympischen Sommerspielen 2016?

Julian: Unser großes Ziel ist eine Olympische Medaille. Ob wir das 2016 schon schaffen werden wir sehen. Zuerst muss die Qualifikation eingefahren werden.

Philipp: und dieser gilt im Moment auch all unsere Konzentration!


Wir wünschen Euch alles Gute für diese Saison!



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