Chloé TRESPEUCH
Ski cross
Chloé TRESPEUCH
Snowboard - 28 years

Damals war sie noch ein junges Mädchen. Kaum älter als 17 Jahre. Eine Unbekannte, die sicherlich vor ihrem ersten Weltcup im Snowboardcross in Arosa super gestresst war. An diesem Wintertag im Jahr 2011 wusste Chloé Trespeuch noch nicht, dass ihr Leben eine neue Richtung einschlagen würde.

 
DIE OLYMPISCHEN SPIELE VON SOTSCHI ALS SPRUNGBRETT

 

Die junge Julbo-Snowboarderin lernte schnell. Und wurde richtig gut. Sie fuhr einen Weltcup nach dem anderen und war bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi in Topform. Im Alter von nur 20 Jahren kehrte sie aus Russland mit einer olympischen Bronzemedaille nach Hause! Die Olympischen Spiele waren ein regelrechter Kickstart für die junge Sportlerin aus Val-Thorens. Weiter ging es für sie mit ihrem ersten Weltcup-Sieg 2016 und 2017 mit Silber bei der WM.

Heute, gut zehn Jahre nach ihrem Karrierebeginn, verbringt Chloé Trespeuch einen Teil ihrer Zeit in Savoie und einen Teil in Les Monts d’Or unweit von Lyon.  Sie ist reifer geworden. Und ihre sportlichen Leistungen regelmäßiger. Neben dem Wettkampfsport, den sie nach wie vor mit Leidenschaft betreibt, studiert sie Politikwissenschaften und engagiert sich insbesondere für den Umweltschutz. So ist sie Mitbegründerin von ecoglobe.fr, einem Verein, der sich für den Umweltschutz einsetzt... den Schutz der Natur, ihrer Projektionsfläche und des Lebensraums, den es für künftige Generationen zu erhalten gilt. 

In der Wintersaison 2021-2022 ist sie leistungsmäßig in Topform. Nach mehreren Podestplätzen steht sie auf dem zweiten Platz der Weltcupgesamtwertung, wobei die Olympischen Spiele unmittelbar vor der Tür stehen. Und sie macht auch gar keinen Hehl daraus: sie würde liebend gern noch einmal nach olympischen Sternen greifen.

 

EIN NOMADENLEBEN

Nach dem Kennenlernen der olympischen Strecke in China am 5. November, konnte sie ihre Vorbereitung gezielt darauf ausrichten: “Wir haben etwas physische Vorbereitung vorgesehen, da die Strecke in China körperlich extrem anspruchsvoll sein wird, da ist es gut, wenn man sich schon einmal darauf einstimmt. Wenn man die Vorbereitung genauso anstrengend gestaltet, ist es bei den Olympischen Spielen dann einfacher”, vertraut sie der Presse an. Doch die aktuelle weltweite sanitäre Lage sorgt auch dafür, dass Trespeuch und ihre Mannschaftskollegen ihre Herangehensweise zur Vorbereitung dieses Riesenspektakels anpassen mussten. „Ich bin am 1. Januar von zu Hause weg und werde erst nach den Spielen wieder nach Hause zurückkehren können. Wir wollen während der Vorbereitung so vorsichtig wie möglich bleiben. " Ein Nomadenleben und einige Opfer für das ultimative Ziel: in Peking als erste Französin im Snowbardcross olympisches Gold holen!

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